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03 Feb 2014 - 00:00:52

Das Problem der Erleuchtung

Eines der berühmtesten spirituellen Ideale ist der Zustand der Erleuchtung.
Allerdings kusieren hier viele Irrglauben.
Den Erleuchtung ist nicht das Ende des persönlichen Weges sondern ein neuer Anfang.
Oftmals ist es sogar ein wieder ablinkender Rausch des Egos, der durch sein spontanes Eintreten einen kurzen Blick auf das eigene Potenzial erlaubt.
Doch wenn man diesen Zustand festigen möchte, muss man sich das erarbeiten.

Meiner Meinung nach ist die Bezeichnung als Erleuchtung eine sehr romantisierte Vorstellung,
bei welcher man eher den Begriff Bewusstseinszustände vorziehen sollte.
Denn obwohl solche Zustände existieren werden sie oftmals sehr übersteigert dargestellt.
In ihrer Natur sind solche Erfahrungen oft wesentlich leiser als man es in den Büchern präsentieren möchte. Auch sind sie von persönlichen Anlagen abhängig.
Je nachdem wie stark ich mein Bewusstsein vorhergehend klären konnte, wird auch die Erleuchtung ein mehr oder weniger intensiver zustand werden.

Abgesehen davon ist die Auffassung hier fast schon zu einheitlich.
Denn Bewusstsein ist immer etwas individuelles und auch kulturell wird dieses Ideal recht verschieden gezeichnet.

Im Hinduismus bezeichnet man solche Zustände oftmals als Bodhi, was der Übergang ins Buddhabewusstsein durch das sogenannte Nirvana bildet.
Magier widerum sprechen oftmals von der Apotheose, der Vergöttlichung des eigenen Ichs.
Wärend der entgegengesetzte Zustand als mystischer tod bezeichnet wird.
Ein Zustand den man kritisch betrachtet als Depersonalisierung begreifen kann, oder man betrachtet dies als einen metaphysischen Auflösungsprozess.
All diese Beschreibung verdeutlichen bereits das Problem, denn sie sind wenig pragmatisch und sehr bodenlos.

Solche Erfahrungen werden oft durch den ersten Schritt der Abgeschiedenheit erreicht,
weswegen dem Bikd des Eremiten, wie man es aus dem taort kennt, auch oftmals eine besondere Bedeutung zukommt. Allerdings ist Isolation kein wirkliches Anzeichen von Vervolkommung. Denn durch diese Abgeschiedenheit stellt sich die Folgefrage, wie man mit der Erleuchtung umgehen möchte. Grob zusammengefasst gibt es hier drei Möglichkeiten.

Die erste wäre der Übermensch, den Nietzsche in seiner Problemstellung sehr treffend beschreibt. Denn dieser fühlt sich seiner Welt entwachsen und kann sich nicht mehr mit ihr identifizieren. Seine Natur ist passiv und er verliert das Verständnis für seine Banale Welt, die ihn zu unterfordern scheint und unlogisch wirkt.

Die zweite Möglichkeit wäre der Systemprädator, der die Welt als sein territorium begreift, in dem ihm nichts ebenbürtig erscheint. Er wird ein Beutegreifer und Jäger, dessen Motivation darin besteht eine verdorbene Welt zu vernichten.

Der dritte Weg wurde durch den Zen-Buddhismus geprägt und lässt sich in einer einfachen Metapher zusammenfassen:

"Vor der Erleuchtung fegte ich mühsam und verbittert die Straßen. Nach der Erleuchtung fege ich fröhlich und erleichtert die Straßen:"

Es ist nicht alles so wie in den mystischen Überlieferungen.
Apoteose Systemprädator Übermensch Eremit
Prädator · 69 mal angesehen · 0 Kommentare
Kategorien: Philosophie, Bewusstsein
Schlüsselwörter (Tags): Schlüsselwörter (Tags) Erleuchtung Schlüsselwörter (Tags) Magie
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